Händedesinfektion Anleitung: So desinfizieren Sie Ihre Hände richtig!

Händedesinfizieren
Wir bekommen es bereits früh in der Kindheit eingeflößt: Das Hände waschen. Und das aus gutem Grund, immerhin ist es eine der effektivsten Arten, um Bakterien oder Viren nicht zu verschleppen.

Mit dem Einsetzen der Corona-Pandemie vor rund einem Jahr ist das Händewaschen wieder zu einem großen Thema geworden.

Unter die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus fallen neben dem Tragen von Masken und Social Distancing eben auch, sich die Hände zu waschen beziehungsweise zu desinfizieren. Die folgenden sechs Schritte dauern kaum länger als Ihre gewohnte Routine und sind äußerst effektiv gegen Viren und Bakterien.

Richtig Händewaschen ist keine Kunst

Sechs Schritte: Richtig Händewaschen

1. Handflächen

Im ersten Schritt beginnen Sie ganz normal die Seife oder das Desinfektionsmittel auf Ihren Handflächen zu verteilen.

2. Handrücken

Nun wenden Sie sich den Handrücken zu: Dabei nicht auf die Zwischenräume zwischen den einzelnen Fingern vergessen.

3. Zwischen den Fingern

Ähnlich wie bei Schritt zwei kümmern Sie sich wieder um die Zwischenräume, dieses Mal allerdings von den Handflächen aus. Gerade dort können Keime leichter bei ungenauem Waschen überleben.

4. Zusammenhängen

Hängen Sie Ihre beiden Hände wie am Bild zusammen – Hände wechseln dabei nicht vergessen.

5. Daumen

Ganz wichtig: Die Daumen nicht vernachlässigen. Gerade unsere Daumen werden beim Händewaschen oft ‚stiefmütterlich‘ behandelt, wodurch oft Keime dort überleben können.

6. Fingerkuppen

Zu guter Letzt die Fingerkuppen. Reiben Sie diese auf der Handfläche der anderen Hand. Auch unter den Nägeln befinden sich oft Bakterien und Viren!

Grundsätzlich dauern diese sechs Schritte um die 20 Sekunden, egal ob mit Seife oder Desinfektionsmittel. Sich die Hände zu reinigen bedeutet nicht nur, den Schmutz von der Haut zu waschen. Viel mehr geht es um die Mikroorganismen, die auf der Haut zu finden sind. Ein erwachsener Mensch greift sich durchschnittlich 16 Mal pro Stunde (!) ins Gesicht. Dadurch können Keime, die auf der Hautoberfläche keinen Schaden anrichten, schnell in den Mund oder in die Augen gelangen und von den Schleimhäuten aufgenommen werden.

Ist Flüssigseife hygienischer als Festseife?

Seit einigen Jahren hat die Flüssigseife die Festseife als Nummer eins verdrängt. Flüssigseifen kommen aus dem Spender und wirken dadurch auf den ersten Blick hygienischer als das Seifenstück, das von Hand zu Hand geht. Sind sie auch. Wissenschaftliche Studien bereits aus den 80er Jahren belegen, dass auf festen Seifen tatsächlich mehr Keime zu finden sind. Jedoch überleben diese nicht lange und werden nach aktuellem Wissensstand beim Händewaschen nicht übertragen.

Während es auf öffentlichen Toiletten durchaus sinnvoll ist, auf Flüssigseifen zurückzugreifen, muss man sich in den eigenen vier Wänden definitiv keine Sorgen machen. Weder die Flüssigseife noch das Seifenstück töten die Bakterien, sie lösen Keime nur gemeinsam mit dem Schmutz von der Haut und werden weggewaschen.

Die feste Seife bietet allerdings auch eine ganze Menge Vorteile. Viele Menschen versuchen Müll und vor allem Plastik zu vermeiden. In Bioläden bekommt man zum Beispiel oft Seifen verpackungsfrei. Speziell reine Naturseifen beinhalten keine bedenklichen Inhaltsstoffe und wirken auf natürliche Weise rückfettend und feuchtigkeitsspendend für die Haut.

Damit sich bei Ihnen zu Hause keine Keime auf der Handseife ansammeln, müssen Sie nur ein paar Kleinigkeiten beachten:

  • Spülen Sie das Seifenstück nach dem Händewaschen noch einmal kurz mit Wasser ab, bevor Sie diese wieder weglegen
  • Legen Sie die Seifen so hin, dass Seifenreste und Wasser ablaufen können und das Stück trocknen kann. Am besten hilft dabei eine Seifenschale, wo das Wasser durch Löcher oder Rillen abfließen kann
  • Reinigen Sie auch die Seifenschale regelmäßig

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